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In diesem Jahr bin ich, eher durch Zufall zur analogen Fotografie gekommen. Nach vielen Jahren, habe ich meine allererste Spiegelreflexkamera, eine ZENIT EM in den Händen gehalten, mir beim Händler meines Vertrauens einen Film gekauft und losgeknipst. Und was soll ich sagen, ab diesem Moment hat es mich gepackt.

Warum kommt man bei den Möglichkeiten der digitalen Fotografie auf die Idee analog zu fotografieren? Wenn ihr es ausprobiert habt, werdet ihr es wissen. Für mich ist es einfach Neugierde, die deutlich bewusstere Fotografie, ein bisschen in die Jugend versetzt zu sein, vor allem aber entschleunigt zu fotografieren und Spaß zu haben. Ja auch Spannung ist dabei, denn die Ergebnisse gibt es erst später zu begutachten. Ihr werdet lachen, bei meinem ersten Shooting habe ich nicht nur einmal auf die schwarze Kamerarückwand geschaut um das Bild zu prüfen 😉

Warum dieses Buch? Ich möchte den analogen Schaffensprozess etwas besser verstehen lernen. Bisher habe ich im Internet gelesen und eher durch Versuch und Irrtum gearbeitet. Mein Ansporn ist es allerdings besser zu werden und zu verstehen was ich tue. Bei der analogen Fotografie müssen viele Entscheidungen – unumkehrbar – im Vorfeld geklärt werden. Was will ich fotografieren, wie werden die Lichtverhältnisse sein, welcher Film passt am Besten zu welchem Motiven. Genau hier setzt dieses Buch an und das hat mir gefallen.

Die Autoren erklären sehr anschaulich die Unterschiede der analogen zur digitalen Fotografie. Was man benötigt und wie man vorgehen kann.

Damit Ihr einen groben Überblick über die Inhalte bekommt.

Der Inhalt:

  • Warum analog?
  • Kameras und Filmformate
  • Belichtung
  • Filme
  • Im Labor
  • Weiterverarbeitung
  • Präsentation
  • Aufbewahrung und Archivierung
  • Spaß am geplanten Zufall
  • Anhang – Bezugsquellen und Links

Für mich spannend war der Bereiche Belichtung, denn hier wird Handarbeit geleistet und es gibt einiges zu beachten. Fehler sieht man ja erst bei der Entwicklung des Filmes und dann ist es zu spät. Auch wenn die Filme in der Regel recht gutmütig sind.

Der Bereich Film und im speziellen der Bereich Schwarzweißfilm. Ich fotografiere analog derzeit nur in schwarz/weiß. Welchen Film setze ich wann und wie ein. Welche unterschiedlichen Filmtypen gibt es und was stellt man damit an. Wie geht man mit Farbfiltern um und was erreicht man damit.

In der Rubrik Labor, gibt es viele Tricks zur Entwicklung von Filmen – auch experimentelle – z. B. mit selbst hergestelltem Entwickler aus Kaffee und aus Paracetamol – sehr spannend. Welche Entwickler setze ich ein um ein bestimmtes Ergebnis zu bekommen. All das, was in der digitalen Fotografie in Lightroom oder Photoshop passiert, wird in der analogen Fotografie mit Chemie erzielt. Aber keine Angst – das ist alles kein Hexenwerk. Ich habe inzwischen einen kleinen Fahrplan, habe meine Lieblingsfilme gefunden und eine Menge Freude am Filme belichten gefunden. Wenn ich dass so schreibe, bekomme ich schon wieder Lust loszuziehen 🙂

Wie geht es mit der Weiterverarbeitung des entwickelten Films weiter? Traditionell mit Papierabzügen, oder Hybrid vom analogen Film zum digitalen Bild? Die Unterschiedlichen Möglichkeiten und Techniken werden aufgezeigt und erklärt.

Ich für meinen Teil arbeite Hybrid. Der entwickelte Film wird digitalisiert. Kleinbildfilme scanne ich und das Mittelformat 6×6 fotografiere ich ab. Danach kommt dann der Druck, der im Buch ebenso wie die Präsentation der Bilder angerissen wird. Das ist ein so weites Feld, dass es das Buch nicht erschlagen kann. Da gibt es Bücher, die sich ausschließlich mit Druck und Präsentation beschäftigen.

Fazit:

Ich war angetan – ein sehr hilfreiches Buch. Alle Inhalte kann man natürlich auch auf einschlägigen Forenseiten im Internet zusammentragen, aber so mag ich es einfach lieber. Klar gegliedert. Das Buch möchte dazu einladen Dinge zu erforschen und dem Prozess des Suchens Zeit einzuräumen, wie die Autoren es nennen. Wenn ihr möglichst schnell zu einem standardisierten Prozess kommen möchtet, dann ist dieses Buch eher nichts für Euch, wenn ihr aber ausprobieren wollt, Dinge spielerisch erleben wollt, dann seit ihr mit diesem Buch sehr gut beraten.

Ich werde den Weg der analogen Fotografie weitergehen. Sie löst die digitale Fotografie bei mir sicherlich nicht ab, aber die Ergebnisse haben Charm und Ausstrahlung. Gern könnt Ihr Euch auf meiner Webseite ein paar Ergebnisse anschauen. https://www.larswalter.de/analog.html Selbst bekannte Fotografen, wie Vincent Peters, sind der analogen Fotografie treu geblieben und das hat gute Gründe.

Das Buch ist im dpunkt.verlag erschienen und kostet im Hard Cover 34,90€

Ich hoffe meine Buchbeschreibung hat euch gefallen. Dann hinterlasst gern einen Kommentar unter diesem Beitrag.

Technische Details zum Buch:

Verlag: dpunkt.verlag, 2. Auflage, 2018 erschienen
Sprache: deutsch
ISBN: 978-3864905650
Größe: 21 x 2,5 x 25,7 cm

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One thought on “Absolut analog

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